Seiten:  1    2    3    4    5    [6]    7    8    9    10    11    12    13    14    15    16    17    18    19    20    21    22    23    24    25    26    27    28    
30.06.2014 - Postkarten von unterwegs - ein Reisebericht von einer Kreuzfahrt, hier: Königsberg
Am nächsten Tag nun Königsberg (Kaliningrad), angelegt im Hafen von Baltysk (Pillau). Der Hafen bestand nur aus Abfertigungsgebäuden und Hafenkränen. Ohne Visum ist dort nur eine geführte Busrundreise möglich und so verbrachten wir zusammen mit einer russischen Reiseleiterin, die über ein unglaubliches Gedächtnis verfügen muss (hat die ganze Zeit im Bus, gefühlt 10 Stunden ohne Pause erzählt) in einer Gruppe. Zeit für Kartenkauf gab es nicht. Auch Geldwechseln war nicht möglich. Der Versuch an einem Geldautomaten scheiterte an der kyrillischen Schrift. Keine Karte, keine Marke, kein Briefkasten! Königsberg ist leider in einem schlechten Zustand, das gilt auch für die Wege, die zwar gepflastert sind aber mit vielen Löchern und Unebenheiten zu begehen sind. Auf der Tour wurde auch noch Svetlogorsk (Rauschen), das beliebte Seebad von Samland angefahren, ein unverändertes Kleinod mit viel Grün und schönen alten Holzvillen, dort ist ein Rundgang mit Rolli möglich. Als letztes Ziel stand dann noch Yantarny auf dem Programm wo im Tagebau Bernstein abgebaut wird.
29.06.2014 - Postkarten von unterwegs - ein Reisebericht von einer Kreuzfahrt, hier: Danzig
Der Stress rund um die Briefmarke
Der zweite Hafen war Gdynia in Polen. Da ich keinen Ausflug gebucht hatte machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof um nach Danzig zu fahren. Da war alles unproblematisch, geht auch mit Rolli. In Danzig angekommen, kann mit Rolli besichtigt werden, allerdings sind einige Straßen mit Kopfsteinpflaster, gebummelt, fotografiert und an mehreren Ständen mit Postkarten gefragt, ob es zu den Karten auch Briefmarken gibt, aber die gibt es nur bei der Posta und es war Sonntag. Einer der Verkäufer, geschäftstüchtig, erklärte, das es im Bahnhof eine Post gäbe und die immer bis 18.00 Uhr geöffnet hätte. Ich kaufte eine Karte, wohl wissend aus anderen Reisen nach Polen, das die wenigsten Karten beim Empfänger ankommen. Als ich dann gegen 17.00 Uhr am Bahnhof ankam fragte ich nach der Posta, keine konnte mir helfen, bis ich selbst ein kleiner Hinweisschild entdeckte das eine Treppe hoch zeigte und hoch und hoch. Oben angekommen war die Tür verschlossen. Ein Narr der glaubt in Polen hat die Post auch Sonntags auf! Wieder in Gdina nahm ich ein Taxi und machte erneut den Versuch an eine Marke zu kommen, aber keine Chance. Ich machte mit dem Taxifahrer ein Geschäft und er versicherte mir, die Karte am nächsten Tag frankiert in den Kasten zu stecken. Die Karte ist nie angekommen!
28.06.2014 - Postkarten von unterwegs - ein Reisebericht von einer Kreuzfahrt, hier: Bornholm
Postkarten von unterwegs ein Reisebericht von einer Kreuzfahrt zu den Höhepunkten der Ostsee

Der Stress rund um die Briefmarke

Ich wollte mal wieder auf Reisen gehen – diesmal mit einem kleineren Kreuzfahrtschiff ab und an Kiel- Da bemängelte meine inzwischen erwachsene Tochter, das ich nie Postkarten schicken würde, und das im Zeitalter von mail und sms, und verdonnerte mich dazu von jedem besuchten Ort eine Karte zu schicken. Nun ja, ich ließ mich darauf ein.

Der erste Ort den wir nach Kiel anliefen war Ronne auf Bornholm. Es wurde eine Inselrundfahrt angeboten, die ich mitmachte und erst zu der Schlossruine von Hammershus führte und später dann in das Fischerdorf Gudhjem. Beide Ziele sind nicht für Rollstuhlfahrer geeignet. Da die Ruine auf einem Berg liegt, der Weg uneben ist und der Fischerort mit Kopfsteinpflaster „geschmückt“ ist. Wir kamen am späten Mittag zurück aufs Schiff, dort erst mal ans leckere Buffet, denn von den vielen Eindrücken und Wanderungen war Hunger vorhanden. Danach gleich wieder die Gangway runter, um mit dem Shuttlebus nach Ronne, eine kleine übersichtliche, lebhafte Stadt, leider auch gepflastert mit Kopfsteinen, zu kommen. Mir blieben genau 30 Minuten bevor der letzte Bus zurück zum Schiff fuhr und das dann auch gleich ablegen wollte. So, wo bekomme ich jetzt eine Postkarte und wo die Briefmarke? Stress, alle Geschäfte waren geschlossen, es war Samstagnachmittag und geöffnet waren nur recht ansprechende Restaurants, Cafès und Kneipen. Abgehetzt wieder an der Bushaltestelle angekommen mit nichts, traf ich Leute vom Schiff, die mir den entscheidenden Tipp gaben, direkt an der Haltestelle gab es kleines Geschäft, sah eigentlich geschlossen aus, aber war geöffnet und dort gab es Karten und Marken.In den verbleibenden 5 Minuten erledigte ich die Karte – aber wo war das Briefkasten? Gleich 20 m weiter verriet mir der Verkäufer, der Bus an der Haltestelle hatte schon den Blinker gesetzt, aber wartete netterweise bis ich mein „Postgeschäft“ erledigt hatte. Das Bezahlen war kein Problem, da ich von einer anderen Reise noch einen Rest an dänischen Kronen hatte. Die Karte ist nach rund 4 Wochen angekommen.
24.06.2014 - Was darf im Gepäck nie fehlen?
In der ZeitOnline vom 18.Juni 2014 unter Thema Reisen "Ich habe eine Mundharmonika dabei" berichtet Raùl Aguayo-Krauthausen, der sich für Barrierefreiheit einsetzt - was in seinem Gepäck auf Reisen nie fehlen darf, damit er gut ankommt. Tipps für Reiselustige!
Seiten:  1    2    3    4    5    6    7    8    9    10    11    [12]    13    14    15    16    17    18    19    20    21    22    23    24    25    26    27    28